Silverlight Tipp der Woche: .restext statt .resx Dateien für Text–Ressourcen

by St. Lange 4. September 2010 10:48

In diesem Tipp geht es um die Verwaltung von String Ressourcen in .restext Dateien, welche beispielsweise bei der Lokalisierung Vorteile gegenüber üblichen .resx Dateien haben.

Zusammenfassung

Beim Verwalten von Texten als Ressourcen beispielsweise für die Lokalisierung werden üblicherweise .resx Dateien verwendet. Für Texte sind Dateien im .restext Format jedoch oft besser geeignet.

Beschreibung

Der Standardweg zum Verwalten von Ressourcen in .NET sind die XML-basierten .resx Dateien. Mit ihnen können Daten aller Art als sog. Embedded Resources in Assemblies eingebettet werden. In .NET gibt es aber schon von Anfang an ein Format, mit dem man Text-Ressourcen sehr viel leichter erfassen und verwalten kann. Dabei handelt es sich um einfache Text-Dateien mit folgendem Aufbau:

; Kommentare beginnen mit ; oder #
; Texte werden als Name/Wertepaare aufgeschrieben

Bezeichner1 = Das ist ein Text.
Bezeichner2 = Das ist ein anderer Text.

Das ist schon alles, was man zum Aufbau dieser Dateien wissen muss. Bis einschließlich Visual Studio 2005 hatten diese Dateien einfach die Endung .txt und mussten mit dem SDK Tool resgen mehr oder weniger manuell in .resources Dateien konvertiert werden. Im Gegensatz dazu wurden .resx Dateien immer schon automatisch in .resources Dateien umgewandelt. Die .resources Dateien enthalten die Ressourcen in dem internen Format, wie sie in Assemblies eingebettet werden.

Seit Visual Studio 2008 kann man die Endung .restext anstatt .txt verwenden. Wenn man dann noch die Build Action auf Embedded Resource stellt, wird automatisch mit resgen eine entsprechende .resources Datei erzeugt und eingebettet.

Der Zugriff auf die Texte erfolgt wie bei .resx Dateien über die Klasse System.Resources.ResourceManager. Verschiedene Sprachen werden über den Dateinamen unterschieden. Beispielsweise enthält die Datei MyTextStrings .restext die neutrale bzw. default Sprache. Die Dateien MyTextStrings.de.restext und MyTextStrings.fr.restext enthalten die deutschen bzw. französischen Übersetzungen, die Datei MyTextStrings.de-CH.restext die schweizerischen Texte, die von denen aus MyTextStrings.de.restext abweichen usw. Der ResourceManager sucht abhängig von den UI-Einstellungen im laufenden Programm automatisch den richtigen Text heraus.

Der große Vorteil der .restext Dateien liegt in ihrem einfachen Format. Im Gegensatz zu dem für einfache Texte viel zu unübersichtlichen XML-Format der .resx Dateien kann man .restext Dateien ohne Weiteres einem Übersetzer geben. Dieser sieht sofort, was für ihn zu tun ist, wenn er die Datei in einem schlichten Texteditor öffnet. Als Einziges muss beachtet werden, dass die Datei im UTF-8 Format gespeichert werden muss, da resgen Unicode erwartet.

Hier geht's zum nächsten Tipp.

 
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Tags:

.net | Silverlight | WPF

Kommentare

06.09.2010 09:28:14 #

Dennis Bischof

Hallo Stefan,
erst einmal danke für die Info. Wusste ich gar nicht, dass es noch ein zweites Format gibt. Wieder etwas neues gelernt Smile

Ich verwende für die Übersetzungen immer den Zeta Resourceeditor (mit resx-Dateien). Damit bekomme ich als Entwickler eine sehr schöne Oberfläche um meine Resourcen anzupassen. Später kann ich mir die gesamten Daten als eine Excel-Datei raus lassen und sie dem Übersetzer in die Hand drücken. Ist der wiederrum fertig importieren ich die Excel-Datei wieder und bin fertig. Echt geiles Tool! Bin meinen Kollegen Uwe und Markus echt dankbar dafür.

Solltest du dir auf jeden fall mal anschauen.

Dennis Bischof Deutschland |

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